Nach der Trennung von Serbien blüht der neue Mini-Staat mit bloß 620.000 Einwohnern wieder auf.
Das
Land, Urlaubsklassiker zwischen Kroatien und Albanien, ist
prädestiniert für eine touristische Bestsellerkarriere. Es hat alles,
was ein Ferienziel braucht.
Die 293 Kilomter lange Küste gilt als
schönste und reinste des Mittelmeeres. Mit den Nationalparks Durmitor
und Lovcen hat Montenegro zwei grandiose Gebirgsregionen, mit der
Taraschlucht den tiefsten Graben Europas, mit der Bucht von Kotor den
längsten Fjord der Adria, mit dem Skutari-See das größte Binnengewässer
und Vogelreservat des Balkans. Und als Draufgabe einen stattlichen
Urwald und den ältesten Olivenbaum der Welt.
MONTENEGRO (in
der Landessprache Crna Gora; kyrillisch Црна Гора ['t͡sr̩naː 'ɡɔra])
ist eine Republik in Südosteuropa, die an Kroatien, Bosnien und
Herzegowina, Serbien und Albanien grenzt. Im Südwesten des Landes
bildet das Adriatische Meer eine natürliche Grenze.
Der
jüngste Staat der Welt zählt mit 620.000 Einwohnern und einer Fläche
von rund 14.000 km² zu den kleinen Staaten Europas. Das Gebirgsland ist
dünn besiedelt. Hauptstadt des früheren Teilstaates von Jugoslawien und
Serbien und Montenegro ist Podgorica.
Montenegro
ist Mitglied der Vereinten Nationen, der Organisation für Sicherheit
und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und des Europarates. Zudem wird der
Beitritt zur Europäischen Union und zur NATO angestrebt.
Montenegro
ist in vier stratigraphisch-geologische Zonen eingeteilt. Über ⅔
Montenegros gehören dabei zum Karst. Die tektonischen Einheiten der
Küste gehören dem neotektonisch aktiven Bereich an, was zu
Katastrophen-Erdbeben führte (1556, 1666, 1979 – 7,0 auf der
Richterskala). Geologisch kennzeichnend sind die mindestens 4,3
Kilometer mächtigen kreide- und jurazeitlichen Kalksteine. Aufgrund der
Eintönigkeit der massigen mesozoischen Kalke und der hohen
Niederschlagssummen ist die Region auch so extrem verkarstet.
Montenegro
gehörte bis 1878 dem osmanischen Reich an. Mit den Beschlüssen des
Berliner Kongresses wurde Montenegro ein eigenständiges Fürstentum (mit
der Hauptstadt Cetinje), welches 1910 in Königreich überführt wurde,
das nach dem Ersten Weltkrieg ins Königreich Jugoslawien eingegliedert
wurde. In dessen Nachfolgestaat, der Sozialistischen Bundesrepublik
Jugoslawien, war Montenegro eine der Teilrepubliken. In der Folge
bildete Montenegro zusammen mit Serbien einen Staat, bis es 2006 erneut
unabhängig wurde.
Am 21. Mai 2006 wurde eine
Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des Staates Montenegro
abgehalten. Mit einer Mehrheit von 55,5 Prozent entschieden sich die
Wahlberechtigten für eine Loslösung von Serbien, die am 3. Juni 2006
vollzogen wurde.
Ein
ausgeprägter geologischer Sonderstatus ist im Kontrast zur tief in das
Gebirgsplateau des Orjen eingemeißelten Bucht von Kotor zu finden. An
der Grenze zweier geologischer Einheiten ist die Bucht durch errosive
und tektonische Prozesse entstanden, die bis in die jüngere
Vergangenheit andauern, als im Orjen vor 20 000 Jahren eine mächtige
pleistozäne Vergletscherung existierte, die durch das Abschmelzen der
riesigen, ca. 150 km² großen Gletscher zu Überflutungen der Poljen von
Grahovo und Dragalj führte.
Günstigere
Verhältnisse herrschen im Karst dort vor, wo wasserhaltende
Flysch-Fazien der Trias, Jura, Kreide und des Paläozäns liegen. Sie
sind als stark erodierte Reste im Mittelteil der Bucht von Kotor
erhalten, wo kurze Bäche für die Betreibung von Mühlen teils bis heute
genutzt werden.
Montenegro
gehörte bis 1878 dem osmanischen Reich an. Mit den Beschlüssen des
Berliner Kongresses wurde Montenegro ein eigenständiges Fürstentum (mit
der Hauptstadt Cetinje), welches 1910 in Königreich überführt wurde,
das nach dem Ersten Weltkrieg ins Königreich Jugoslawien eingegliedert
wurde. In dessen Nachfolgestaat, der Sozialistischen Bundesrepublik
Jugoslawien, war Montenegro eine der Teilrepubliken. In der Folge
bildete Montenegro zusammen mit Serbien einen Staat, bis es 2006 erneut
unabhängig wurde.
Am
21. Mai 2006 wurde eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des
Staates Montenegro abgehalten. Mit einer Mehrheit von 55,5 Prozent
entschieden sich die Wahlberechtigten für eine Loslösung von Serbien,
die am 3. Juni 2006 vollzogen wurde.
Im
Land existieren zwei internationale Flughäfen, der Flughafen Podgorica
und der Flughafen Tivat; die einzige in Montenegro beheimatete
Linienfluggesellschaft ist Montenegro Airlines.
2005
wurde mit dem 5,4 Kilometer langen Straßentunnel "Sozina"
(mautpflichtig) eine wichtige Verbindung zwischen dem
Hauptstadtflughafen und der südlichen Küstenregion um Bar geschaffen,
womit die Fahrzeit um etwa eine halbe Stunde reduziert wurde. Von einer
ähnlichen Situation kann neuerdings auch Tivats Flughafen profitieren,
zwei Projekte, die vor allem dem Tourismus zu Gute kommen dürften. Des
Weiteren ist eine Querung der Bucht von Kotor geplant.